Kolumne

Warum ich keine Lust mehr auf die Dmexco habe

In dieser Woche feierte sich die Online-Branche mal wieder auf der „Digital Marketing Exposition and Conference“, kurz Dmexco. Die Messe ist der größte Treffpunkt für die Internetbranche in Deutschland und wird daher von vielen auch als „Familientreffen“ bezeichnet. Doch was hat die Dmexco wirklich zu bieten?

Jedes Jahr überlege ich auf’s Neue, ob ich nach Köln fahren soll. Im letzten Jahr hatte ich eine Pause eingelegt, daher gab ich der Dmexco dieses Jahr mal wieder eine Chance. Seit 2003 besuche ich die Branchenleitmesse, damals hieß sie noch OMD und fand in Düsseldorf statt. Wir haben sogar drei Jahre in Folge eine „Online Marketing Lounge“ in Düsseldorf veranstaltet. Seit dem Umzug der Messe nach Köln, haben wir uns dem immer skurrileren Wettbewerb um die „coolste“ Party jedoch entzogen.

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Köln ist überfordert

Die Messestadt Köln sollte gegenüber Düsseldorf einige Vorteile mit sich bringen. Tatsächlich bekommt man schon ein viertel Jahr vorher jedoch kaum noch ein Hotelzimmer, wer spontan anreist muss in Jugendherbergen oder Hostels übernachten. Während der Messe, die trotz ihrer Größe nur zwei Hallen des Messegeländes belegt, muss man teilweise 20 Minuten auf ein Taxi warten. Sitzt man drin, wünscht man sich so schnell wie möglich wieder raus zu kommen. Nach dem turbulenten Hinflug schossen wir stets mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h durch die Kölner Innenstadt. Top-Speed waren 120 km/h in einem Tunnel. Das erlebt man selbst im schnelllebigen Berlin nicht. Und auch die oft kritisierte „Berliner Art“ kann die Kölner Unfreundlichkeit kaum unterbieten. Die Stadt wirkt schlicht weg überfordert mit solch einer Messe. Auch auf dem Messegelände selbst herrscht Chaos. Der morgendliche Anmarsch einiger tausend Online Marketer sorgt für lange Schlangen und bis zu einer halben Stunde Wartezeit im Foyer. Wer auf einer Internetmesse dann noch Internet erwartet, hat sich getäuscht, das kostenlose WLAN muss ein Gag gewesen sein. Konnte man sich überhaupt verbinden, wurden Daten, wenn dann nur im Schneckentempo übertragen. Als hätte man wieder nicht mit so vielen Besuchern gerechnet. Unverständlich.

Die Messe bietet nichts neues

In einer digitalen Welt und erst recht in einer digitalen Branche fragt man sich ohnehin schon, was eine Messe noch neues bieten kann. Zwar veröffentlichen viele Anbieter zu diesem Anlass neue Produkte oder Angebote, diese werden aber selbstverständlich auch online angepriesen. Vor Ort trifft man meist die selben Anbieter. Seit Jahren ist nur noch wenig Bewegung auf der Messe. Für neue Unternehmen sind die Standpreise wahrscheinlich zu hoch und wer sich nur einen kleinen Bereich auf einem der Gemeinschaftsstände leistet, wird angesichts riesiger Flächen der etablierten Player schnell übersehen. Auch beim Standdesign gab es nur wenige Highlights. „Underdogs“ wie Glispa, Plista und Sociomantic fielen hier positiv auf. Unter dem Strich findet man aber nicht viel neues oder wissenswertes. Wer sich beim Durchstreifen der Messereihen von den Ständen anziehen lässt und spontan das Gespräch sucht, wird ohnehin meist enttäuscht, zu voll sind die interessanten und so bleibt oft nur eine oberflächliche Einweisung durch weniger qualifiziertes Personal.

Die Gespräche sind oberflächlich

Wie bei einem Klassentreffen begegnet man eben nur wenigen Leuten, wo man sich wirklich über ein Wiedersehen freut, einigen geht man eher aus dem Weg und viele kennt man gar nicht (mehr). Das übliche „Hallo, wie geht’s Dir?“ wird spätestens beim dritten Mal lästig. Auf den darauf folgenden „Schwanzvergleich“, was man gerade mache, kann ich gut verzichten. Hat man einen Termin vereinbart, trifft man sich meist mit Bekannten. Die Messeatmosphäre lässt leider wenig Raum für echte Konversationen. Die wenigen Sitzecken sind dauerbelagert, in den Gängen drängen sich stets die Massen um einen herum. So sucht man schnell das Weite, um mit Freunden aus der Branche gemütlich zusammenzusitzen. Diejenigen, die selbst für einen Aussteller arbeiten, sind froh, wenn sie dem Chef einen vollen Terminkalender präsentieren können und irgendwie über den Tag kommen.

Die Vorträge sind lächerlich

Alternativ zu den Verkaufsgesprächen an den mehr oder weniger ansprechenden Ständen und dem Händeschütteln auf den Gängen kann man sich bei einem der zahlreichen Vorträgen langweilen. Das Bullshitbingo im Kongressprogramm schreckte mich bereits vor der Anreise ab. Schließlich fand ich aber wenigstens ein interessantes Vortragsthema von der Münchener SEO-Agentur Rockit-Internet. Um nicht stehen zu müssen, ging ich schon eine halbe Stunde vor dem Vortrag zur Speakers Corner. Hier sprach gerade ein Redner über E-Mail-Marketing, dem ich aber ab dem Satz „Entschuldigen Sie bitte, dass ich Eigenwerbung mache, aber ich in ja schließlich beruflich hier.“ nicht mehr zuhörte. Dann nahte die Erlösung, aber plötzlich stand ein mir unbekannter Speaker auf der Bühne und die Bildschirme zeigten einen anderen Vortragstitel, als erwartet. Tatsächlich begann der junge Mann dann seinen Frontalunterricht über Social Media im Unternehmen mit der Entschuldigung, dass der eigentlich geplante Redner verhindert sei. Gerade sitzend gab ich dem Ersatzmann eine Chance, nach 5 Minuten inhaltslosem Geschwafel hielt mich jedoch nichts mehr.

Die Partys sind überbewertet

Soweit wie erwartet, die meisten sind eh nur wegen der Messe-Partys in Köln. Vier Formate haben sich hier einen Namen gemacht. Die offizielle Party vom Online-Vermarkterkreis (OVK) ist als langweilige und überteuerte Schlipsträgerparty verschrien. Der Online Stammtisch Köln (OSK) bietet den Messevertretern eine Alternative, tat sich jedoch bisher auch nicht besonders hervor und die Beschreibungen derer, die dort waren, hörten sich etwas bizarr an. Zu guter Letzt gibt es dann noch den „legendären“ OMClub, der vor allem von SEOs als kostenloses Besäufnis bevorzugt wird. Diesem Ruf wird das Großevent auch gerecht, wer mehr erwartet ist aber fehl am Platz. Und so hat sich für mich eigentlich nur der Besuch der Metaapes Affiliate Night am Vorabend der Messe gelohnt, da es hier eine erträgliche Mischung aus partyhungrigen SEOs und normalen Online Marketern gab, mit denen man auch sinnvolle Gespräche führen konnte. Das allein rechtfertigt aber eigentlich nicht die Anreise nach Köln, denn gute Networking-Events gibt es in Berlin auch.

Was hast Du auf der Dmexco „mitgenommen“? Welche Abendveranstaltung lohnt sich für Dich? Fährst Du nächstes Jahr wieder hin oder bist du schon dieses Mal Zuhause geblieben?

25 thoughts on “Warum ich keine Lust mehr auf die Dmexco habe

  1. Ich hatte kurz darüber nachgedacht, dieses Jahr zum ersten Mal hinzufahren. Bislang war das für mich die überflüssigste Messe der Welt.

    Aber in diesem Jahr hat soviel Personal bei unseren Partnern gewechselt wie noch nie zuvor und die Messe wäre eine super Gelegenheit gewesen, auf einen Schlag viele persönliche Erstkontakte zu erledigen.

    Aber wenn ich das zur Atmosphäre lese, vergeht mir die Lust wieder. Und ich warte lieber, bis sich nach und nach alle mal in Berlin sehen lassen 😉

  2. Von der schlechten Hotel Situation konnte ich dieses Jahr auch einiges hören, dabei habe ich persönlich jedoch auch erst Mitte Juli beim Zimmer gebucht und dort hat der Preisvergleich noch einiges angeboten (vielleicht hatte ich Glück 🙂

    Die Taxis sind echt verrückt und kenn ich auch sonst von keiner anderen Stadt in Deutschland. Ein Fahrer sagte gestern auch das zu schnell ok ist nur über rote Ampeln zu fahren nicht (Sehr dunkel gelbe ausgenommen).

    Von der dmexco selbst habe ich nicht so viel mitgenommen, aber durch die Treffen zwischendurch und natürlich die Abendveranstaltungen.

  3. Dirk Stuwe

    Danke Christian, denn genau diese von Dir erlebten Eindrücke bestätigen mein Vorurteil gegenüber diesen Veranstaltungen – teuer, oberflächlich und gefüllt mit Teilnehmern, die teilweise ohne tiefgründiges Interesse und meist nur mit dem Ziel „Ich-war-da“ sagen zu können, die Hallen füllen. Für mich bleibt’s dabei: Wenig reizvoll und geringer Kosten-Nutzen-Effekt. Die Zeit nutze ich lieber weiterhin für die Arbeit. 🙂

  4. Als persönliches Netzwerkevent hätte ich es mir dieses Jahr beinahe angetan. Denn ja, die Kontakte mögen oberflächlich sein. Nichtsdestotrotz sind sie im Anschluss ans oberflächliche Händeschütteln persönlicher, als zuvor via Twitter/Mail/Facebook/Telefon.

    So oder so, jedem wie es ihr/ihm beliebt. Deine ehrliche (und amüsante!) Schilderung ist in jedem Fall lesenswert – danke dafür!

    Grüße aus Stuttgart,
    Michael

  5. Angela D'Arcangelo

    Yesterday I was given the opportunity to go for the first time to Dmexco. What an experience: I simply found it a Freak Show and the word “Schwanzvergleich” is the best fitting in that context. I didn’t want to mingle with those ones and show the world that what THEY do (or don’t do) is work, so I took a tour by myself and I rather listened to conferences, some of them unfortunately really lame presented. But it was all the best you could take out of the Dmexco, where all the rest was hair-gel, icons on the iPads being randomly and senseless scrolled up and down, and longer queues to the men’s toilets than to the women’s.

  6. Ich bin dieses Jahr wegen einer Knie OP zum ersten Mal seit langem nicht dort, aber obwohl ich schon ziemlich traurig darüber bin, weil ich viele gute Menschen nur dort treffe, kann ich auch Deine Eindrücke voll verstehen und aus dem letzten Jahr bestätigen. Es fehlen einfach die Reibungsflächen und besonderen Momente. Im Grunde mittlerweile vor allem eine Messe, wo sich Marketer informieren können, die AUCH (mehr oder weniger) Online machen… Aber genau dadurch auch für alle Anbieter unersetzlich. Für die echten Onliner muss das Rahmenprogramm eindeutig mehr (internationale und besondere) Momente entwickeln

  7. Ich war in diesem Jahr nicht bei der dmexco, obwohl ich das eigentlich vor hatte. Da kann ich wohl froh sein, dass mir etwas dazwischen gekommen ist 🙂

    Schade, dass sich die Messe sich in diese Richtung entwickelt hat. Vielleicht wäre das der richtige Zeitpunkt sie nach Berlin zu bringen 😉

  8. Hi Christian,

    witzig das Ich dir in allen Dingen zustimmen kann. Ich war jetzt das dritte Mal da und leider tut sich da nichts Neues. An die Stände kann man nicht gehen, weil alle schwer gestresst sind und kein offenes Ohr haben. Die Vorträge sind grausam.. kann man sich nicht reintun und sind reine Verkaufsshows.
    Taxis sind wirklich ne Zumutung.. heute Morgen 30 Minuten im Regen auf ein Taxi gewartet, weil alle 1200 Taxen in Köln belegt warn… hmm ok.. Dennoch gab es den ein oder anderen interessanten Kontakt.. ;o)

  9. Ich habe die Messe nicht besucht, wohne jedoch in unmittelbarer Nähe zum Messe-Eingang Nord, also genau dem auf dem ersten Foto. Ich kann leider nur bestätigen, dass das Verkehrschaos, inkl. fehlender Taxis (meine Beobachtungen) zur Dmexco beispiellos waren. Und das bei einer, mit Verlaub, Kleinst-Messe.
    Ich kann allerdings jeden Köln- und Kölner Messe-Besucher beruhigen: Groß-Messen, wie z.B. Photokina, Möbelmesse, Süßwarenmesse etc. gehen geschmeidiger über die Bühne! Und die Taxi-Fahrer sind tatsächlich zügig unterwegs, dabei aber überwiegend freundlicher als ihre Berliner Kollegen…

  10. Viele Aspekte der dmexco sind hier treffend auf den Punkt gebracht. Besonders der infrastrukturelle Herzstillstand von sowohl Köln als auch dem Messegelände, im Angesicht einer mittelgroßen Messe, grenzt jedes Jahr an Realsatire. Besonders stört mich die dmexco-interpretation von „Märkte sind Gespräche“ als Lautstärke-wie-auf-dem-Fischmarkt. Als ich Mittwoch noch eine halbe Stunde konzentriert an was dringendem Arbeiten musste, blieb nur die Flucht ins Hotel.

  11. Ich hatte die erstmalige Anreise geplant. War aber dann wegen eines Kunden verhindert.
    Die Schilderung ist amüsant, jedoch habe ich – abgesehen von dem Einlasschaos – immer ähnliche Erfahrungen auf anderen Messen gemacht.
    Messen sind reales Networking – vielleicht für ein SEO too much 😉 – es gilt alte und neue Kontakte kennenzulernen.
    Bei den Vorträgen und Keynotes gibt es immer viel Überflüssiges, man muss dann auch schauen eine Kirsche auf der Sahne zu finden. Die gibt es IMHO eigentlich immer.

  12. Tim

    Ich denke über die Sinnhaftigkeit solcher Messen und die Präsenz auf selbigen kann man lange diskutieren.
    Auch wenn hier oberflächliche Gespräche bemängelt werden: Für mich ist das einer der wichtigsten Gründe FÜR die dmexco: Leute vor Ort zu treffen. Es macht aus meiner Sicht immer mehr Sinn, sich „Face-to-Face“ zu unterhalten und nur auf einer solchen Messe geht das in geballter Form.

    Was ich auch unterirdisch fand war die Qualität der Keynotes und Panels. Alles, was ich gehört habe war bzgl. des Informationsgehalts mindestens drei Jahre alt. Es gab absolut nichts neues, inspirierendes, diskussionswürdiges.

    Und ein weiterer Punkt, der für mich ebenfalls an die bereits erwähnte Realsatire grenzt: Die Tatsache, dass es bei einer der wichtigsten Online-Marketing Messen der Welt nicht möglich ist, ansatzweise einen Internetzugang zur Verfügung zu stellen. Für unseren Stand haben wir in diesem Jahr auch die Option „W-Lan“ verzichtet. Der Spass kostet (auch absurd eigentlich) minimum 350 Euro am Tag und funktioniert nicht. Ganz zu schweigen von dem frei zugänglichen W-Lan.

    Trotz dieser Mängel sind wir wohl im nächsten Jahr wieder dabei.

  13. Max

    Und was die „dunkelgelb“ Phase angeht muss man wissen, dass die Ampelschaltung in Köln tatsächlich unglaublich lange Gelbphasen hat. Und in all den Jahren in Köln habe ich es noch nicht erlebt, dass ein Taxifahrer bei rot über die Ampel gefahren ist.

    Und zu den Parties… die Zielgruppe sind eben die Schlips-tragenden Messebesucher. Also wird man auch genau diese dort antreffen. Wenn man anderes Publikum sucht, bietet Köln jenseits der offiziellen Messeparties sicherlich die eine oder andere Location.

  14. Nachdem ich auf jeder OMD war, atte ich die letzte dmexco ausgelassen, und wollte das auch 2012 machen. Nur haben leider manche Kooperationspartner wegen Gesprächstermin auf der dmexco nachgefragt, so daß ich nicht an der dmexco vorbeikam.

    Die Messe selber ist für mich total uninteressant. Aber wenn ich z.B. alle Kooperationspartner 1x im Jahr persönlich sprechen möchte, schaffe ich das bei 10 Partnern zeitgleich zur dmexco, und habe nur 1x Anreisekosten, um Gegensatz zu mehreren Dienstreisen in vielleicht 5 Orte.

    Mir war aufgefallen, daß Affiliate Marketing immer weniger repräsentiert war, und die entsprechenden Partnerprogramm- Plattformen und Agenturen keine Stände hatten.

  15. Für mich hast sich der Besuch auf der Dmexco insofern gelohnt, dass ich dort mit vielen Kunden persönlich sprechen und neue Kontakte knüpfen konnte. Hier trifft man einfach alle, oder zumindest sehr viele, auf einen Rutsch, und alle sind in „Netzwerk-Laune“.

    Dennoch wird die augenscheinliche Überforderung der Messe mit dem Besucheransturm jedes Jahr immer deutlicher: 30 Minuten für die Gepäckabgabe, 30 Minuten für den Eintritt, groß angepriesenes kostenloses WLAN, zu dem man keinen Zugang bekommt, überfüllte Gänge, überfüllte Vorträge, überfüllte Toiletten – man verbringt unheimlich viel Zeit mit warten auf der Dmexco. Hier müssen sich die Veranstalter dringend etwas einfallen lassen, wollen sie ihre Gäste nicht vergraulen.

    Zur Taxisituation kann ich nicht viel sagen, da ich mit dem Bahn-Rad gemütlich am Stau vorbei zum Hotel geradelt bin, jedoch zur Hotelsituation: mein kurzfristig gebuchtes Hotel war komplett überbucht, alle Reservierungen, die bis 18 Uhr nicht eingecheckt wurden, wurden einfach gelöscht (so auch meine) und ich wartete beim Einchecken 1,5 Stunden, bis ich mit viel Glück doch noch ein Zimmer bekam und nicht wie viele andere Hotelgäste nach Düsseldorf umquartiert wurde.

  16. Andreas Gerads

    Ich war das erste Mal dort und war sehr enttäuscht. Viel Hype um nichts finde ich. Die meisten der dort vorgestellten „Lösungen“ halte ich sogar für vollkommen sinnbefreit. Muss ich nicht noch mal haben!

    – Andreas

  17. Hallo Christian.

    Erst einmal Danke dass wir Dein Interesse wecken konnten. Und entschuldige die Enttäuschung, aber auch wenn es peinlich ist: Ich habe morgens den Flieger versäumt. Ja, das ist der profane Grund. Peinlich aber wahr. Die Ausrede ist aber, dass der Verkehr zum Flughafen morgens um halb sechs unerwartet zäh und langsam war, und wir ganze 6 Minuten zu spät am Gate ankamen. Nach einem üppigen Frühstück wollten wir dann gelassen umbuchen, da machte uns aber die für 8:10 überfüllte und dann auch noch stornierte Maschine um 8:10 einen Strich durch die Rechnung. Naja, Dinge passieren, und „irgendwer“ wollte nicht, dass ich/ wir die DMEXCO besuchen, bzw. den Vortrag halten.
    Was die DMEXCO selbst anbelangt:

    – Hotels: Überhaupt kein Problem, wenn man rechtzeitig (wir haben schon!) im voraus bucht
    – Vorträge: In Meinen Augen sind die oft schon OK. Es gilt halt zu beachten, dass die NICHT für Profis gemacht sind UND meist als Akquisetool genutzt werden. Mein Vortrag ist am Ende des Tages auch nur als selbiges (in der Quintessenz) angedacht gewesen. Nicht zuletzt da sich die Messe eine Speakerscorner und diese Slot auch mit rd. € 500.- entlohnen lässt!
    Zur DMEXCO selbst: Ich denke es kommt immer darauf an, welche persönliche Zielsetzung man hat. Und grundsätzlich ist es in meinen Augen eine Veranstaltung, die Unternehmen die eine Überblick über die Themen im Onlinemarketing suchen, schon ganz gut aufgehoben sind. Ich persönlich liebe aber die Inspiration, den Ausblick was gerade die Schwerpunktthemen sind, die oft auch spontanen Gespräche, sowie die Möglichkeit viele Leute in kurzer Taktfrequenz dann auch einmal persönlich kennen zu lernen.
    Treffen wir uns nächstes Jahr endlich auch mal persönlich? Dann buch aber gleich Dein Hotel ;o)
    Beste Grüße. Ralf

  18. Ich fand die DMEXCO war dieses Jahr wieder super – vorausgesetzt man hat sich mit seinen neuen oder bestehenden Kontakten Termine ausgemacht. Aber auch spontane Besuche bei einigen Agenturen oder Publishern waren für mich gesehen sehr gut und ich hatte gute Gespräche. Wir waren in diesem Jahr das erste Mal mit einem eigenen Stand vertreten – BankingCheck – und die Resonanz der Besucher und Geschäftskontakte war klasse.

    Alles in allem eine gelungene Messe – ps – bei uns gab es auch Internet und auch die freien Flächen fand ich in diesem Jahr besser als in den Vergangenen. Klar Taxi, Hotel etc. kann man total vergessen – muss man halt sich frühzeitig drum kümmern.

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  20. Auch ich bin in diesem Jahr der Messe fern geblieben, da ich „kurzfristig“ (zwei Wochen vor der Messe) kein Zimmer mehr bekam. Obwohl die Online-Branche unaufhaltsam und damit auch der Zuspruch wächst, ist die Messe in Köln längst am Limit angelangt!

    Die Veranstalter sollten ernsthaft darüber nachdenken eine andere Meesestadt zu suchen die Grenzen sind in Köln erreicht!

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