Mein erster Podcast: Warum ich weiter XING nutze

Gestern habe ich meinen ersten Podcast veröffentlicht. Nachdem ich nun schon länger regelmäßig die Podcasts von Marco Janck, Philipp Westermeyer, Jens Fauldrath und Markus Kellermann konsumiert habe, wollte ich nun endlich wissen, wie es ist, selbst einen Podcast aufzunehmen. Im Folgenden könnt Ihr Euch den Podcast anhören oder nachlesen, was ich so von mir gegeben habe.


So Freunde, los geht’s mit der ersten Ausgabe vom SEO-Driven Podcast. Und das erste Thema ist gar kein klassisches SEO-Thema. Außer vielleicht für die Anke, denn es soll heute einmal um Xing gehen. Gerade gibt es ja eine Art Shitstorm, der durch einen Tweet des Creative-Directors der Social Media Agentur TRGG ausgelöst wurde ein Stück weit oder ins Rollen gebracht wurde. Weil der Chefredakteur des Xing-eigenen Magazing Roland Tichy, früher wohl von der Wirtschaftswoche, wenn ich mich recht entsinne, in seinem eigenen Blog, naja zumindest politisch fragwürdige Statements veröffentlicht. Manche bezeichnen es auch als Hetze. Ich habe mir das ehrlich gesagt nicht durchgelesen, was der liebe Herr Tichy da so schreibt.

Und heute früh kommen dann diverse Abmeldebekundungen, unter anderem von dem lieben Martin Misfeld. Allerdings gar nicht in dem Zusammenhang jetzt direkt genannt, aber er schrieb: “Xing gelöscht. Tut mir leid Anke, aber ich habe das seit Jahren nicht mehr genutzt. Völlig überflüssig für mich.” Das kann ich gar nicht so recht verstehen, vielleicht weil der liebe Martin es nicht nötig hat Vertrieb zu machen, weil ganz viele direkt auf ihn zukommen. Aber zum Beispiel für mich ist Xing oder früher OpenBC, als ich mich dort angemeldet habe, seit Jahren ein sehr wirklich nützliches und auch den Preis der Premium-Mitgliedschaft wertes Tool. Vor allem zur Kontaktpflege und Recherche.

Denn zum Einen habe ich jetzt seit Jahren mein persönliches Kontaktnetzwerk dort zusammen gesammelt. Das hat angefangen als ich bei Zanox gearbeitet habe, vor 12 Jahren oder mehr. Und seitdem adde ich regelmäßig die Leute, die mir so über den Weg laufen. Damit ist das mein zentrales Kontaktbuch, was ich dann über verschiedene Tools, z.B. FullContact synchronisiere, mit meinem Google-Adressbuch, meinem iCloud-Adressbuch und letztlich auch mit verschiedenen CRM-Tools. Sodass ich diese Kontakte (und das sind bei mir mittlerweile fast 2000) auch tatsächlich nutzen kann.

Und auch bei der Neuansprache oder Neuakquise, wenn wir studien machen und auf Unternehmen zugehen wollen, um ihnen diese Studien zu zeigen oder unsere Analysen bekannt zu machen. Dann schauen wir natürlich auch, wer ist denn in den Unternehmen entsprechend für Marketing, Online Marketing, SEO, Social Media, Content Marketing verantwortlich. Und da gibt es aus meiner Sicht kein besseres Tool als Xing. Dort kann ich einfach die Firma eingeben, die gewünschten Positionen angeben und kann mich dann durch die Ergebnisliste browsen. Was mir immer noch ein bisschen fehlt, ist dass man die Positionen nicht vereinheitlicht durchsuchen kann. Es gibt zwar so gewisse Profilangaben, wie ob jemand eine Leitungsposition hat, ob er Geschäftsführer ist oder ähnliches. Aber ein bisschen Fummelarbeit ist es dann doch immer noch, weil man nun nicht weiß, ob derjenige Ansprechpartner fürs Online Marketing im Unternehmen jetzt tatsächlich Online Marketing Manager ist oder vielleicht Web-Experte oder Internet Marketer oder ob die das komplett ins Marketing eingegliedert haben und gar keine eigene Online-Stelle haben. Bei manchen heißt es dann nun auch Digital-Marketing. Die SEOs heissen ja heute auch nicht mehr alle SEO, sondern sind dann Content Marketer, Inbound Marketer usw. Daher muss man dann natürlich immer ein paar Begriffe durchsuchen. Das lässt sich nicht vermeiden.

Hierfür haben wir uns auch schon das eine oder andere Tool gebaut um da Matchings zu haben, um das ganze so ein bisschen in Departments einzuteilen und zu sagen: Ok, das ist jetzt jemand der aus dem Marketing Department kommt, das ist jetzt jemand der aus dem Tech Department kommt. Das kann man dann natürlich relativ leicht anhand verschiedener Begriffe einfach so ein bisschen vorsortieren. In Excel oder am besten in einer SQL-Datenbank. So findet man dann relavante Kontakte. Die E-Mail-Adressen gibt es zwar nicht, aber die findet man auch anderswo im Internet. Dazu vielleicht mehr in einer anderen Folge. Aber damit man überhaupt erstmal weiß mit wem man gerne sprechen würde, ist Xing wirklich sehr sehr hilfreich. Und auch um sozusagen alle Kontakte, die man so in der Zeit der Jahre sammelt, auch immer wieder zu aktualisieren. Denn die Leute wechseln natürlich ihre Arbeitgeber, gründen mal eine neue Firma, machen etwas Neues. Und so bekommt man das dann eben auch mit.

Ja und Linkedin, was ja zum Angriff bläst, zum x-ten mal wahrscheinlich. Auch hier in Europa und Deutschland und natürlich sehr sehr stark wächst ist für mich da allerdings keine richtige Alternative. Dementsprechend ist Xing für mich weiterhin sehr sehr relevant und wichtig, denn Linkedin ist für mich doch mehr noch ein Social Network. Das hat Xing vielleicht in den letzten Jahren verpasst, sich da auch an diesen Feeds zu orientieren und das entsprechend besser auszubauen. Die Feeds sind ja nun sehr rudimentär. Auch die Gruppen wurden zwar gerelaunched, aber sind nicht wirklich so, wie man sich das vorstellen möchte eigentlich. Das ist bei Linkedin etwas besser organisiert. Gerade die Linkedin Blog-Beiträge oder wie man das nennen mag, die so ein bisschen an die Facebook-Notizen erinnern, sind auf jeden Fall ein interessantes Marketing-Tool um seinen Content ebend auch noch weiter zu verbreiten. Deswegen sehe ich es eher als eine Art Blog, Business-Blog, Medium-Alternative, eben wirklich ein Business Social Network. Und Xing ist für mich eben mehr das Adressbuch in Deutschland, was für mich immer noch am allerbesten funktioniert.

Ja und mich würde interessieren, wie ihr das seht. Ob ihr jetzt auch Euren Xing-Account löscht, wann ihr Euch bei Xing angemeldet und wann abgemeldet habt. Ob ihr Xing-Premium-Mitglied seid, wofür Ihr Xing-nutzt. Und wie alle Podcaster wünsch ich mir natürlich Kommentare, entweder hier im Blog, auf Facebook oder wo immer ihr mich sonst noch findet.

Und das solls dann für die erste Folge auch schon gewesen sein. Ich bin gespannt auf euer Feedback zu diesem kleinen kurzen Podcast-Format. Wir werden in der Zukunft damit sicher etwas mehr rumexperimentieren und das Telefon auch auf “Stumm” stellen. Also, abonniert den Podcast, hinterlasst mir eine Review, einen Kommentar, teilt das ganze und gebt mir Feedback. Ich freu mich drauf. Vielen Dank, Euer Christian.

2 thoughts on “Mein erster Podcast: Warum ich weiter XING nutze

  1. naja. du.
    eigentlich kann man xing auch nur so nutzen, wie du es hier skizzierst. ich ergaenze aber noch um den aspekt „marktforschung“. es gibt nix besseres, um zu schauen, wie denn mitspieler_in xyz da aufgestellt ist u. wo sich da im detail die alleinstellungsmerkmale befinden. ausgehend hiervon greife ich gern mal zum telefon u. es entstehen sogar richtige (!) diskussionen u. tiefergehende fachliche auseinandersetzung.
    lg u. geiler podcast! weiter so!
    wir denken an ein aehnliches experiment.

    • Christian B. Schmidt

      Das stimmt, durch die Mitarbeiterprofile erfährt man viel darüber, wie ein Unternehmen aufgestellt ist. Auch wenn man sich ein Bild von Branchen und deren Größe machen will, ist das Unternehmensverzeichnis hilfreich. Wer einen Job sucht oder Mitarbeiter, wird bei XING auch gut voran kommen — nicht unbedingt mit dem Stellenmarkt, sondern durch das indirekte Netzwerk. Für mich ist XING also lange nicht abgeschrieben, ob diese Use Cases jedoch dem entsprechen, wie XING das gerne hätte, steht noch mal auf einem anderen Blatt. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.