Kolumne

MeShops: aStore, Shoplinc und Zlio sind keine Shops

Immer wieder wird das Konzept der sogananten „MeShops“ mit Beschreibungen wie „einen eigenen Shop einrichten“ pauschalisiert. Diese Definition ist meines Erachtens jedoch in der Regel nicht wirklich zutreffend und führt deshalb zu Missverständnissen.

Denn bei diesen Angeboten werden Bestellungen meist nicht im „MeShop“ abgewickelt, sondern erst nach einem Klick zum jeweiligen Online-Shop eines Händlers. Also kann man bei Lösungen wie der des französischen Anbieters Zlio oder Shoplinc vom US-Unternehmen Chitika eigentlich nicht von Shops sprechen, sondern nur von Shopaggregatoren. Ähnlich funktionieren auch die Whitelabel-Marktplätze mit Preisvergleich, die von Ecato schon seit November 2005 als Self-Service-Lösung angeboten werden.

Selbst die sogenannten „aStores“ verweisen nach der Wahl eines Produktes wieder auf den Bestellprozess von Amazon.de. Der Kunde bestellt also nicht, in „einem Shop“ eines Affiliates. Im Affiliate Marketing bringt man solche Modelle schon länger mit dem Begriff „Whitelabel“ in Zusammenhang. Sprich, ein Websitebetreiber kann Teile eines Shopping-Angebots angepasst an seine Seiten integrieren.

Es gibt jedoch auch Modelle, wo der Warenkorb inbegriffen ist. Meist handelt es sich dann auch um Lösungen, die die Kreation eigener Produkte ermöglichen, wie zum Beispiel bedruckte T-Shirts bei Spreadshirt. Man muss also, wenn man von „MeShops“ spricht, genauer differenzieren. Mindestens in Shops mit direktem Bestellprozess oder Shopaggregatoren ohne eigenen Warenkorb.

One thought on “MeShops: aStore, Shoplinc und Zlio sind keine Shops

  1. Pingback: MeCommerce: Affiliate oder nicht Affiliate - Christian B. Schmidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.