Marketingerfolg mit Klicks, Conversions und Menschenverstand beurteilen

Bei der Beratung von Kunden und in meinem persönlichen Umfeld stelle ich immer wieder fest, dass es keine zahlengetriebene Marketingplanung gibt. Daher spreche ich diesem Podcast darüber, wie man den möglichen Erfolg von Marketingmaßnahmen vorab besser einschätzen und beurteilen kann. Nachfolgend kannst Du wieder zuhören oder nachlesen, was ich dazu zu sagen habe. Und am Ende gibt es noch einen Hinweis in eigener Sache.


So Freunde los geht’s mit der vierten Ausgabe des SEO-Driven Podcast. Mein Name ist Christian B. Schmidt von der SEO-Agentur Digitaleffects und heute geht’s einmal um Klicks, Conversions und gesunden Menschenverstand.

Als SEO steht ja man oft vor der Herausforderung dem Entscheider, dem Kunden, dem Vorgesetzten vorzurechnen, was bringt das eigentlich. Das kennt ihr bestimmt alle. Ich wundere mich aber im generellen auch darüber wie oft man auch in anderen Zusammenhängen man sich gar keine Gedanken dazu macht, was bringen die einzelnen Maßnahmen überhaupt. Im Kleinen haben ich das oft im meinem Bekanntenkreis oder direktem Umfeld, wenn ich angesprochen werde als Marketing-Experte oder als Geschäftsinhaber. Und man mir davon erzählt, was man so plant und nicht genau weiß ob sich das lohnen kann. Ich verfalle dann immer so in dieses ganz einfache Muster, dass ich mir versuche das durchrechnen:

  • Was kostet eine Anzeige in dem Magazin XY?
  • Wie viele potentielle Leser hat das?
  • Wie viele davon sind vielleicht in meiner Zielgruppe?
  • Was muss da passieren, dass sich das für mich erstmal rechnet?

Also einfach mal die vier, fünf Schritte, die wir im Online-Marketing ja relativ leicht messen und durchrechnen können. Kann man meines Erachtens auch auf alle anderen Marketingbereiche mal zumindest im groben so ansetzen. Oftmals bestehen halt klare Wünsche und Erwartungen. Also man möchte 100 mal das Produkt XY verkaufen oder so und so viele Anfragen haben. Das ist sozusagen die Ziel-Betrachtung, aber man hat gar nicht sich genau Gedanken gemacht, wo sollen diese Kunden, diese Anfragen her kommen. Und dann im nächsten Schritt, wo kommen dann die Klicks her, und so weiter und sofort.

Man kann jetzt von diesen Daten so viel halten, wie man will, Suchvolumen und Click-Through-Rates und so weiter. Ist ja eine riesen Diskussion. Aber ich finde das immer ganz dankbar und hilfreich jetzt hier im Search-Bereich, weil ich ja relativ konkrete Zahlen bekomme, an denen ich mich zumindest mal orientieren kann. Wenn ich weiß in meinen Thema habe ich ein Suchvolumen von 10.000 Suchen im Monat und ich nehme mal an, ich habe 5% Click-Through-Rate auf der ersten Seite. Das kann ich mir natürlich auch anhand der Search Console auswerten was das vielleicht realistisch ist. 5% hat sich da für mich zumindest immer ganz gut als Daumenregel etabliert. Dann weiß ich halt ok, ich kann da vielleicht, wenn ich es gut mache, so mit 500 Besuchern im Monat irgendwie rechnen. Natürlich saisonal verteilt, über die verschiedenen Monate, alles mal außen vor gelassen. Um mal ein grundsätzliches Gefühl zu bekommen, kann sich diese Maßnahme für mich lohnen oder nicht. Wenn ich jetzt 500 Besucher auf meiner Seite habe, die halbwegs qualifiziert sind und ich vielleicht abhängig von meinen Geschäftsmodell, eine Conversion-Rate habe zwischen 1% und vielleicht 3% — so im normalen E-Commerce-Bereich. Dann kann ich damit halt 5-15 Sales machen. Wenn ich mir dann überlege, was habe ich für einen durchschnittlichen Umsatz oder Ertrag pro Sale, dann kann ich mir relativ schnell ausrechnen, was ist da überhaupt drin, was kann ich damit überhaupt erreichen?

Genauso geht es in vielen anderen Marketing-Bereichen auch. Also ich hab Beispiele von kleinen Unternehmen aus meinem Umfeld, die lokal unterwegs sind und die sich dann fragen: Welche Anzeigen in regionalen Magazinen machen Sinn? Wo ich dann einfach immer mal diese Daten abfrage und im mal Kopf durchrechne, kann das überhaupt funktionieren, kann das überhaupt sich rechnen. Und damit tun sich ganz ganz viele Leute schwer oder kommen gar nicht so auf die Idee, sondern haben dann so ein Bauchgefühl: “Ja das ist jetzt viel Geld” oder “Das ist jetzt wenig Geld” und wieviel ist das jetzt im Vergleich zu dem was ich vielleicht pro Verkauf oder pro Kunden gewinnen kann, aber so richtig eine klare Vorstellung, was sie dann vielleicht auch so von dieser Maßnahme erwarten oder was da überhaupt theoretisch möglich ist, haben die meisten nicht. Und machen dann vieles aus der Intuition richtig, dass sie sagen “Ich mache das lieber nicht. Das scheint mir zu teuer zu sein“. Aber in vielen Fällen ist es vielleicht auch so, dass sie eine gute Chance, günstig zu werben, eben verpassen, weil sie sich erstmal von dem allgemeinen Preis oder den allgemeinen Kosten abschrecken lassen und sich nicht richtig vorstellen können, wie sie das Geld wieder reinholen sollen. Und dafür ist halt so eine Rechnung immer ganz hilfreich, auch einfach um im Nachhinein noch beurteilen zu können: Was ist denn jetzt realistisch wirklich eingetreten. Anhand dessen kann man seine Erfahrungen weiter machen und seine Kalkulation weiter verbessern. Aber wenn man immer nur aus dem Bauch heraus entscheidet, lohnt sich das, lohnt sich das nicht, dann wird man damit natürlich nicht weiterkommen.

Ja, mich würde natürlich auch wie immer interessieren, wie ihr da herangeht, wenn ihr vielleicht mal so eine grundsätzliche allgemeine Marketingplanung macht, vielleicht auch eine Online-Marketing-Planung. Auch da in Startups, als auch in Konzernen sehe ich immer wieder: Da werden irgendwie Werte so ein bisschen in Excel eingetragen. Aber keiner hat sich Gedanken gemacht, ob die wirklich eintreten können. Oder was so übliche Conversion-Rates am Markt sind. Wenn man, wie ich jetzt andere Agenturen so sieht und guckt, was die so vorschlagen in anderen Bereichen, dann kommt mir das manchmal etwas haarsträubend vor. Also wie geht ihr da heran Marketingmaßnahmen zu beurteilen? Wie rechnet ihr dem Vorgesetzten oder den Kunden vor, dass sich das rechnen kann? Weil letzten Endes will er ja nicht SEO, um SEO zu machen, sondern am Ende will der Kunde oder der Chef ja seine wirtschaftlichen Ziele erreichen. Da ist jedes Mittel im Bereich des Legalen recht, was dieses dann eben auch erreichen kann.

Also, schreibt doch mal in die Kommentare, schreibt mir ne mail, antwortet in eurem Podcast oder in den verschiedenen anderen Kanälen. Ich bin gespannt und freue mich auf Euer Feedback!

Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Wie Du vielleicht weißt, sind wir auch Veranstalter der Online Marketing Lounge. Seit 10 Jahren machen wir diese Networking-Events, jetzt mit 200 Leuten, immer zu Gast bei einem Unternehmen. Im März das erste mal in Hamburg bei Videobeat, anlässlich der Online-Marketing Rockstars und im Rahmen des Online-Marketing Rockstars Festivals — als Side-Event sozusagen. Am 1. März in Hamburg ab 20 Uhr treffen sich wieder 200 Online-Marketer zum lockeren Networking. Es gibt kein Programm in dem Sinne. Es gibt keine störenden Vorträge, sondern wirklich freier Austausch: Networking, kennenlernen, in kleinen Gruppen in der Tiefe diskutieren. Kein Zwang und natürlich wieder nette Drinks und leckeres Essen und ein paar andere Highlights, worüber wir noch berichten werden. Also wenn Du in Hamburg bist und vielleicht schon einen Tag vor der Rockstars-Expo, dann sicher dir doch jetzt Dein Ticket. Das kostet nur 10 Euro all-inclusive. Wie gesagt Essen und Trinken ist auch dabei und 20 spannende Kontakte, die du da machen kannst in Hamburg am Vorabend der Online-Marketing Rockstars. Und die Tickets bekommst Du unter www.omlounge.de. Ich Freu mich Dich dort zu sehen. Bis dann.

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