Kolumne

Guerilla-Marketing bei SchülerVZ: Müll statt Bildung

Aufmerksamkeit durch schlechte Presse, das kennt man zur Genüge schon von StudiVZ. Noch einen draufzulegen versucht nun der Ableger SchülerVZ. Mit einer umstrittenen Aktion pflasterte man kürzlich zahlreiche Schulen mit Klebenotizzetteln und besprühte Gehwege mit Kreidespray. Was für ein Vorbild für die Jugend.

Als gäbe es nicht genug Müll und Dreck auf den Straßen und Schulhöfen. Nein, SchülerVZ verschwendet nach eigenen Angaben stolz mehrere Tonnen Papier in Zeiten von Klimawandel und Bildungsarmut. Da hilft es auch nichts, wenn man sich von offizieller Seite als „Sprachrohr für Bildungsanliegen“ ausgibt.

Ich kann mich den zahlreichen Kritikern also nur anschließen. Zwar hat man es mit der Aktion wieder mal geschafft für Diskussionen zu sorgen, aber am Ende könnte das auch mal nach hinten losgehen. Zumal das angebliche Interesse an den Nöten der Schüler sehr unglaubwürdig wirkt. Dazu trägt auch die „filmreife Inszenierung“ für das Privatfernsehen bei.

Wenn es um Bildung und Schule geht, sollte man in sinnvolle Projekte investieren. Damit erreicht man in jeder Hinsicht mehr. Andere Unternehmen machen es vor, z.B. durch Initiativen wie „McKinsey bildet“. Hieran sollte sich auch die Holtzbrinck-Tochter ein Vorbild nehmen.

6 thoughts on “Guerilla-Marketing bei SchülerVZ: Müll statt Bildung

  1. *Xenebi*

    Ich bin selber auch im SchülerVZ und möchte sagen, dass ich das mit dem „alles pink gestalten“ auch völlig sinnlos fand: Eine Aktion, bei der eine Person tausene kleine Zettelchen umsonst per Post bekommt und damit etwas sinnloses anstellen soll. Am Ende haben die meisten wohl das Papier dank Verwendungslosigkeit weggeschmissen…
    Andererseits hat das SchülerVZ aber auch Vorteile: Man kommt so den Leuten auf seiner Schule und allgemein in seiner Stadt näher und es ist ein netter Zeitvertreib.
    Man kann es eigentlich relativ sehen. Rechtsradikalismus oder Ähnliches gibt es im SchülerVZ nur bedingt von einzelnen Personen, der Rest verhält sich normal. Aber natürlich ist es so, dass das schlechte Bild dann auf alle fällt…

  2. Pingback: Ogo Kampagne: Wenn Guerilla Marketing an Vandalismus grenzt

  3. Hendrig

    Ich bin selber auch im SchülerVZ und möchte sagen, dass ich das mit dem “alles pink gestalten” auch völlig sinnlos fand: Eine Aktion, bei der eine Person tausene kleine Zettelchen umsonst per Post bekommt und damit etwas sinnloses anstellen soll. Am Ende haben die meisten wohl das Papier dank Verwendungslosigkeit weggeschmissen…
    Andererseits hat das SchülerVZ aber auch Vorteile: Man kommt so den Leuten auf seiner Schule und allgemein in seiner Stadt näher und es ist ein netter Zeitvertreib.
    Man kann es eigentlich relativ sehen. Rechtsradikalismus oder Ähnliches gibt es im SchülerVZ nur bedingt von einzelnen Personen, der Rest verhält sich normal. Aber natürlich ist es so, dass das schlechte Bild dann auf alle fällt…

  4. Pingback: Handelskraft – Das E-Commerce und Social-Commerce-Blog - SchülerVZ: Guerilla-Marketing

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