Zweiter Podcast: 3 SEO-Tools, die jeder hat aber kaum einer nutzt

In meinem zweiten Podcast geht es nun tatsächlich auch um SEO. Ich habe drei SEO Tools beschrieben, die meiner Meinung nach weitläufig unterschätzt werden. Im Folgenden könnt Ihr Euch den Podcast wieder anhören oder nachlesen, was ich so gesagt habe.


So Freunde, ihr hört die zweite Folge vom SEO-Driven Podcast. Ich bin Christian B. Schmidt von der SEO-Agentur Digitaleffects und in der zweiten Folge geht es um 3 SEO-Tools, die jeder hat aber kaum einer nutzt.

Wenn du SEO bist, dann hast du wahrscheinlich unzählige SEO-Tools, so wie wir auch. Ob nun Sistrix für den Sichtbarkeitscheck, Onpage.org für den Onpage-Technik-Check oder verschiedene Content-Marketing-Tools oder Keyword-Research-Tools, ob nun bezahlt oder kostenlos. Alle Tools sind immer eine gute Hilfe, aber ersetzen nicht das, was dir eigentlich die Natur schon als Tools gegeben hat.

Und das Erste sind deine Ohren, denn ich denke, dass wir SEOs oftmals viel zu wenig zuhören. Wir schauen auf die Daten, wir analysieren Keywords, wir tracken Performance-Indikatoren, aber die wenigsten nehmen sich die Zeit und machen sich die Mühe wirklich mal zuzuhören oder auch zu lesen, was die Kunden eigentlich tatsächlich interessiert. Mal fernab von allen Algorithmen und Formeln, WDF, IDF, Keyworddichte und Co. Und auch die W-Fragen sind hier für mich kein wirklicher Ersatz. Wenn Du mal in die Foren schaust oder mit echten Kunden sprichst, am Telefon oder im persönlichen Gespräch, wirst du feststellen, dass sie oft ganz anders denken, als du gedacht hast, dass sie denken. Deswegen nehme ich mir immer mal wieder Zeit und wir haben das auch in unseren Prozess eingebaut, dass wir zum Einen Menschen, die uns anrufen, versuchen zu befragen, wie sie auf uns gekommen sind, was sie gesucht haben, was sie sich dabei gedacht haben, was eigentlich ihr Ziel ist, auf wen sie sonst noch so gestoßen sind und warum sie sich entschieden haben auch oder nur bei uns anzurufen. Für unsere Kunden schauen wir eben auch in die Foren und gucken, was wird denn da eigentlich diskutiert über den Kunden. Das ist oft nicht unbedingt nur positiv, aber auch über die Produkte und Services, die unser Kunde vielleicht im Markt anbieten will. So finden wir oft ganze andere und neue Perspektiven, die aus der Unternehmenskommunikation-Sicht viel zu kurz kamen, weil man dort eben sehr sehr ich-bezogen, sehr produkt-bezogen kommuniziert. Das fällt auch uns immer wieder schwer, uns aus der Ich- oder Wir-Perspektive in die Kunden-Perspektive zu versetzen. Aber eben genau das Zuhören oder Lesen in den Foren, auf Facebook, in den Gruppen bei Xing, bei Gute-Frage.net, bei Quora und was es sonst noch gibt. Das macht total viel Sinn um mehr über die Bedürfnisse und echten Fragen und Bedenken der Kunden zu erfahren.

Ja, und dann kommen wir schon gleich zum zweiten Tool, was Dir die Natur gegeben hat und was Du viel häufiger nutzen solltest, als du es vielleicht heute schon tust und das ist natürlich dein Verstand. Denn auch bei SEO kommt es darauf an sich mal Gedanken zu machen: Was kann man eigentlich dem Gegenüber geben, statt immer nur zu nehmen. Also statt immer nur die Klicks haben zu wollen oder die Backlinks haben zu wollen oder die Leads haben zu wollen oder die Conversions haben zu wollen, sollte man sich mal überlegen, was kann man eigentlich der anderen Seite geben. Und da spreche ich jetzt nicht von den Produkten als Shop oder Dienstleistungen vielleicht als Agentur, sondern als zusätzlichen Mehrwert dafür, dass Dir die Menschen überhaupt zuhören und überhaupt ihre Aufmerksamkeit schenken. Gary Vaynerchuck ist darin sehr sehr stark. Er sagt ja immer, dass er versucht 51% zu geben und nur 49% zu nehmen und immer mehr sozusagen zu leisten, als er von der anderen Seite erwartet. Und er selbst als Personal Brand gibt ja im Prinzip die ganze Zeit nur gute Ratschläge. Wieviel man damit anfangen kann, muss jeder für sich entscheiden. Aber er verlangt halt dafür nichts, keine Masterclass oder ähnliches.

Und das ist auch sehr hilfreich im Bereich SEO, denn wenn man sich darüber im klaren wird, was wollen die Leute da draußen eigentlich? Dann ist es oft im ersten Schritt gar nicht das eigene Produkt, sondern vielleicht erstmal eine Hilfestellung, erstmal ein Tipp, erstmal eine Chekliste, erstmal vielleicht komprimierte Informationen in Form einer Infografik. Also diese ganzen Formate, die wir da vielleicht auch schon im Content-Marketing kennen, können eine Antwort sein. Aber darüber sollte man sich eben überhaupt erstmal im klaren sein, was wollen die Leute denn da draußen? Denn auch nicht immer will jemand sich ein Video anschauen oder einen Podcast hören, um das Thema zu verstehen, sondern er möchte vielleicht kurz zurückgerufen werden, weil er einfach nur eine Frage hat. Oder er möchte gerne eine Frage per E-Mail stellen und beantwortet bekommen. Oder er braucht vielleicht gar keinen persönlichen Kontakt, sondern einfach eine Checkliste zum Downloaden, damit er erstmal weiter kommt. Und wenn du ihm dann geholfen hast (das ist natürlich die Grundannahme), dann wird er auch in Zukunft gerne wiederkommen, wenn er vielleicht nicht mehr selbst weiter kommt.

Auch im Linkbuilding, (mag es nun tot sein oder nicht oder heute Content-Marketing heißen oder ebend Content-Seeding, Link-Marketing, was es da alles gibt), wenn du von jemandem etwas willst und ihm im Grunde genommen selbst kein Geld mehr bieten möchtest, dann solltest du dir überlegen: Was ist denn überhaupt sein Interesse an dem Thema was du da voran bringen kannst? Und deswegen überlegen wir in unserem SEO-Driven Content-Marketing-Prozess immer, wer sind denn andere Interessensvertreter, die eben in diesem Thema auch drinstecken. Die ein eigenes Interesse haben, das Thema auch voran zu bringen, in dem du dich gerade positionieren willst. Und das sind oft eben nicht die klassischen Blogger oder Social-Media-Influencer, sondern das sind vielleicht Verbände oder Geschäftspartner, die du schon hast, oder Verbraucherschutzvereine oder andere Vereine (NGO im allgemeinen). Da gibts ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Jedes Unternehmen hat ein großes Netzwerk, mit dem es noch viel zu wenig zusammen arbeitet in dem Aspekt. Hier kann man wirklich sagen: Der kooperative Ansatz ist hier einer, der in Zukunft mit Sicherheit am besten funktionieren wird.

So, und das dritte Tool ist (vielleicht hast du es dir schon gedacht), wenn wir beim Kopf bleiben: Dein Mund. Denn auch das ist ein Problem, was aus meiner Sicht viele SEOs haben. Sie sprechen viel zu wenig mit Menschen, die eben ähnliche Interessen vertreten. Und damit meine ich jetzt nicht andere SEOs, sondern eben mit den eben genannten möglichen Stakeholdern, die eben auch dein Thema voran bringen wollen. Und mit sprechen meine ich auch nicht automatiserte Massenmailing an Blogger, die immer wieder das Gleiche von sich geben. Sondern wirklich individuelle Gespräche, sei es am Telefon oder persönlich, auf Konferenzen oder Messen, wo man den Menschen gegenüber mal die Möglichkeit gibt, selbst auch zu äußern woran er Interesse hat, wie er tickt, was ihm gerade weiterhilft. So findet man dann auch schnell Ansätze, wie man zusammenarbeiten kann, ohne dass man einfach nur dafür bezahlt, dass jemand einfach nur seinen eigenen Kram weiterverbreitet und verlinkt.

Dementsprechend ist es wichtig, dass auch wir SEOs oder die Agentur, die du vielleicht beauftragst mit SEO oder Content-Marketing, sich auch traut und auch die Skills hat zu kommunizieren. Eben auch auf Branchenveranstaltungen geht, dort vielleicht präsentiert, dort Kontakte knüpft in deinem Thema und nicht nur i SEO-Bereich und nicht nur auf SEO-Konferenzen, sondern eben auch Branchen-Konferenzen, Branchen-Messen, vielleicht auch den Telefonhörer wirklich in die Hand nimmt, mal mit dem Branchenverband spricht und schaut was man zusammen machen kann. Welche Themen gerade auf seiner Agenda stehen. Es gibt für jede Branche in Deutschland einen Verband mit dem man sprechen kann. Und die sind oft sehr dankbar, wenn es andere gibt, die helfen, ihr Thema voranzutreiben.

Also benutze nicht nur Deine Ohren, Deinen Verstand, sondern auch Deinen Mund. Kommuniziere, sei ein Mensch und verlass dich nicht zu sehr auf die Maschinen, wenn es darum geht zukünftig mit SEO Erfolg zu haben.

Ja und zum Abschluss bin ich natürlich gespannt, einerseits auf Dein Feedback in Form eines Kommentars oder einer Nachricht. Schreib mir gern auf Facebook, in meinem Blog einen Kommentar oder ruf mich an. Du wirst meine Nummer finden, spätestens bei uns auf der Webseite. Wenn Du die anderen Tools noch ausprobieren willst, die Dir helfen sollen deinen Verstand und Deinen Kopf etwas effizienter zu nutzen, dann schau doch mal auf www.digitaleffects.de/seo-tools. Dort haben wir 231 SEO-Tools aus den verschiedenen Bereichen zusammengestellt. Da ist für jeden was dabei und mit Sicherheit auch mindestens ein Tool, dass du noch nicht kanntest und heut sofort ausprobieren kannst.

In diesem Sinne, gute Fahrt, Viel Erfolg, Bye Bye, Dein Christian.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.