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Christian Boris Schmidt
CBS über Menschen, Medien, Wirtschaft im Internet
Welche Ideen werden zum Erfolg – Risikokapitalgeber auf dem Holzweg?
Wer weiß schon, welches Startup ein durchschlagender Erfolg sein wird? Niemand. Auch wenn es Business Angels und Venture Capitalists gern anders darstellen wollen, sie arbeiten im Grunde nach dem Gießkannenprinzip.
Es bleibt ihnen wohl auch nichts anderes übrig, als möglichst unbürokratisch in ein breites Portfolio zu investieren, um das Risiko zu mindern und die Chancen auf einen großen Hit zu erhöhen. Denn dieser ist definitiv nicht vorhersehbar. Zu unberechenbar sind die Außenumstände und Menschen ansich. Der Gründer und Autor Andreas Göldi bringt es mal wieder auf den Punkt:
Die oberflächliche Qualität einer Idee, die Erfahrung des Gründerteams und selbst die Konkurrenzsituation sind meistens schlechte Indikatoren für den langfristigen Erfolg einer Firma.
Gute Investoren, versuchten nach Göldi außerdem die Erfolgschancen ihrer Beteiligungen zu erhöhen, in dem sie diese in ein intaktes Ökosystem einbinden: Kontakte, Kontakte, Kontakte. Doch wer kann dies ernsthaft für jedes Investment mit voller Kraft leisten, wenn er neben dem Investieren noch ein eigenes Tagesgeschäft hat oder wie oft der Fall in mehrere dutzend Firmen investiert?
Den Erfolg hat man als Gründer immer noch am meisten selbst in der Hand. Sich dabei auf die Investorensuche zu beschränken halte ich für falsch. Je größer der Gesellschafterkreis wird, desto schneller können Unstimmigkeiten aufkommen und schon arbeiten die ehemaligen Partner gegeneinander. Die jungsten Beispiele beweisen dies deutlich.
Erfolg ist aber ohnehin eine Frage des Anspruchs. Für ein junges Gründerteam ist es meines Erachtens bereits ein großer Erfolg, wenn es den eigenen Lebensunterhalt erwirtschaftet. Die Millionen kommen ohnehin, wenn dann oft erst nach Jahren harter Arbeit, unzähligen Tiefpunkten und kontinuierlichem Verzicht auf ein “normales Leben”. Wer dies jedoch übersteht, weil er von seiner Idee felsenfest überzeugt ist und sich nicht nur in Erfolgen (Anderer) badet, sondern auch aus Misserfolgen neue Willenskraft schöpft, wird letztlich erfolgreich sein. Selbst wenn es am Anfang heißt:
Wir wollen einen Internetdienst aufmachen, der so etwas ähnliches macht wie die 15 Konkurrenten, die es in diesem Bereich schon gibt. Aber wir heben uns dadurch ab, dass wir weniger Features haben als die Konkurrenz. Ein Geschäftsmodell haben wir noch keins, aber irgendwie verdienen wir dann schon mal Geld.
Diese Beschreibung passt nämlich nicht nur auf eines der zahlreichen Social Networks der jungeren Gründerwelle, sondern laut Göldi auch auf die Idee zu Google! ;-)
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