Erfahrungen beim Weihnachtseinkauf im Web

Natürlich habe ich die meisten Geschenke für meine Liebsten über das Internet bestellt. Leider waren die Erfahrungen dabei wieder einmal durchwachsen. Zwar sind Bestellungen bei den meisten Shops mittlerweile recht mühelos selbst mit abweichender Lieferadresse und Kreditkarte möglich. Mit der Lieferung tun sich jedoch selbst Handelsgrößen noch schwer.

Die meisten Geschenke habe ich am Sonntag, den 16.12. online bestellt. Darunter ein iPod classic, den ich bei T-Online Shop orderte, da diese den günstigsten Preis unter den namhaften Händlern bei guter Verfügbarkeit anboten. In der Bestellbestätigung wurde mir der Lieferstatus “versandfertig in 3 Tagen” nochmals bestätigt. Bis zum Ende der Woche hätte T-Online Shop also in der Lage sein sollen zu liefern. Leider kam es dann jedoch anders. Am 20.12. hat man mich über eine verspätete Lieferbarkeit nach Weihnachten hingewiesen, woraufhin ich die Bestellung stornierte.

Bei Amazon hatte ich bereits einen iPod shuffle und einen Duden-Buchband mit Normalversand bestellt, die noch am gleichen Sonntag verschickt und am 18.12. nachmittags geliefert wurden. Also galt Amazon auch meine letzte Hoffnung für den iPod classic. Am 20.12. um 17:39 Uhr wurde meine Bestellung bestätigt, um 21:32 Uhr wurde sie verschickt und schon am 21.12. geliefert. Das nenne ich Service für den ich inklusive Premiumversand gern insgesamt rund zehn Prozent mehr gezahlt habe, als ursprünglich bei T-Online Shop. Wen wundert es also, dass der US-amerikanische Versandhändler auch in Deutschland mittlerweile eine marktbeherrschende Stellung hat.

Bei Veranstaltungstickets ist auf Eventim Verlass. Wie ich es gewohnt bin, wurden die Tickets, die ich ebenfalls am Sonntag bestellt habe, wenige Tage danach und rechtzeitig vor Weihnachten geliefert. Auch meine Bücherbestellung bei buch.de wurde bereits am Montag verschickt.

Keine guten Erfahrungen hingegen habe ich bei meinen bisher zwei Bestellungen im Playboy Online-Shop gemacht. Hier hatte ich auch eine Woche vor Weihnachten einen Bademantel geordert. Diese Bestellung wurde mir zwar auch automatisch per Email bestätigt, doch seither habe ich auch trotz Nachfrage wiederum per Email am 21.12. nichts mehr gehört und musste trotz meines Erachtens rechtzeitiger Bestellung doch noch mal im stationären Handel ein Lastminute-Geschenkersatz besorgen.

Die Literatenmelu hat auf mein Anraten ebenfalls Geschenke bei einem der größten Versandhändler weltweit, dem Quelle-Versand, bestellt. Von der ebenfalls am 16.12. bestellten Musik-CD und dem Kinder-Mikroskopset fehlt bis heute leider auch jede Spur. Die Paketverfolgung meldet manchmal Fehler oder gibt keine sinnvolle Auskunft. Eine Rückmeldung auf eine enttäuschte Nachfrage steht auch noch aus. Aus meiner Sicht peinlich für ein Handelsunternehmen wie Quelle, die sich sonst so kundenfreundlich und zuverlässig darzustellen versuchen.

Die Bestellungen, die wir mit Ecato vor Weihnachten tätigten, verliefen leider auch nicht alle reibungslos. So hatten wir zwei HP-Notebooks bei Notebooks-billiger.de bestellt. Der Service des führenden Internethändlers für mobile Computer war wie gewohnt schnell. Allerdings fand ich die wertvolle Sendung, die per GLS ausgeliefert wurde, unbeaufsichtigt im Hausflur auf. Der Lieferant war “nur mal schnell” bei einem anderen Kunden. Da in unserem Bürohaus reger Publikumsverkehr herrscht, wäre es nicht ausgeschlossen gewesen, dass ein Fremder die Ware mitnimmt. Leider fehlte dann zu allem Überdruss bei einem Gerät auch noch eine Multimedia-Fernbedienung. Auf den Hinweis zum fahrlässigen Lieferservice und den unvollständigen Lieferumfang reagierte der Sevice des Computerhändlers leider nicht mehr so vorbildlich. Das “Lieferproblem” wurde trotz nachhaken einfach ignoriert und die Nachlieferung des fehlenden Teils stellt sich bisher auch umständlich dar.

Mehr Glück hatten die Gewinner unserer Weihnachtsaktion. Eine Aluminiumtastatur wurde rechtzeitig von Caseking.de beim neuen Besitzer zugestellt. Das Videospiel für die Xbox 360 wurde ebenfalls zeitnah von Discount24 abgeschickt, die Originalverpackung litt jedoch wegen des fehlenden Versandkartons etwas. Der bei PrimusTronix bestellte iPod shuffle wurde wohl leider erst nach Weihnachten zugestellt, was in diesem Fall jedoch aufgrund der urlaubsbedingten Abwesenheit des Empfängers nicht allzu dramatisch ist.

Alles in allem kann der Onlinehandel also auch immer noch nicht ganz überzeugen. Um vom Gesamthandelsvolumen in den nächsten Jahren noch deutlich stärker partizipieren zu können, müssen viele E-Commerce-Anbieter deutlich in Zuverlässigkeit und Service zulegen.

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2 Antworten auf Erfahrungen beim Weihnachtseinkauf im Web

  1. Melanie sagt:

    Ja, der Weihnachtsstress und Geschenkekauf macht auch im Internet nicht halt. Also da bleibt nur eines übrig: Jeder weiß wann Weihnachten ist. Dann sollte sich jeder einfach früher Gedanken machen, womit man seine Liebsten glücklich machen kann oder man lässt dieses kommerzielle Schenken einfach sein.

  2. Pingback: Guutrausch: So macht Live-Shopping keinen Spaß (Update)

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