Performance der Videosharing-Plattformen

Anlässlich des neuen Trailers für die “Online Marketing Lounge” habe ich mehrere Videoplattformen im Internet getestet. Einige Erfahrungen beim Upload hatte ich schon mit Sevenload und Revver gemacht. Auch dieses Mal war der Upload wieder ein durchwachsenes Vergnügen.

Am schnellsten ging das neue Video bei Sevenload online. Das hat mich ehrlich gesagt verwundert, denn bisher habe ich hier fast nur merkwürdige Erfahrungen gemacht. Eine ZIP-Datei mit Fotos und ein anderes Video sind seit Wochen in der Serverfarm verschollen. Nach dem Upload war von diesen keine Spur mehr auszumachen. Beide Dateien waren relativ groß, wurden aber dennoch angeblich erfolgreich hochgeladen. Das neue Video war nur knapp vier Megabyte groß und war sozusagen sofort online abspielbar. Allerdings scheint Sevenload am Ende manchmal eine Sekunde abzuschneiden, was die Videos teilweise etwas unvollständig wirken lässt. Außerdem wird neuerdings, wenn man das Video auf Sevenload selbst anschaut des öfteren ein Werbeclip vorgeschlatet. Diesen kann man nicht überspringen, geschweige denn über den Player die Lautstärke regulieren. Nach den Videos werden auch auf der eigenen Website Hinweise auf andere Videos angezeigt, die meistens nicht besonders passend sind, da hier vor allem die Sevenload-Specials beworben werden.

Zweiter in der Reihe wurde die Mutter aller Videosharingsites: Youtube. Hier ging der Upload der selben Datei ebenfalls sehr schnell. Einzig das Vorschaubild ließ einige Zeit auf sich warten. Werbung in den Youtube-Videos wird noch nicht angezeigt, aber das soll sich ja jetzt möglichweise ändern. Am Player für die eigene Website stört, dass im Bild unten rechts das Youtube-Logo eingeblendet wird und dadurch ein Teil des Videos permanent verdeckt ist. Neu ist, dass man den Player nach verschiedenen Farbschemas für seinen Account einfärben kann. Am Ende der Clips werden Videoempfehlungen angezeigt, die oft unpassend erscheinen.

Bei Revver kann man mit seinen Uploads nebenbei noch etwas Geld verdienen, die eingeblendete Werbung am Ende der Clips macht’s möglich. Der Upload stellt sich hier jedoch immer als etwas wackelig dar. Wie schon bei den letzten beiden Videos wird in manchen Bereichen der Plattform schnell suggeriert, das kürzlich hochgeladene Video sei abrufbar. Klickt man dann jedoch auf die Videoabspielseite kommt lange Zeit noch ein Fehler. Dennoch scheint dieser Dienst die beste Videoqualität zu erhalten. Insbesondere fällt dies bei dem am Anfang und Ende eingeblendeten Bild auf. Dieses wird bei Revver am schärfsten dargestellt.

Nur Myvideo ließ lange auf sich warten. Nach dem Upload erschien ein paar Stunden lang lediglich die Meldung, das Video sei nicht verfügbar oder werde vom Support-Team geprüft. Dabei habe ich ähnlich wie bei Revver kurz nach dem Hochladen eine Email mit dem Hinweis erhalten, dass mein Clip nun online verfügbar sei. Auch wurde das Video mit Vorschaubild bereits unter “Meine neuesten Videos” verlinkt. Da mir der externe Player von Myvideo jedoch bislang am besten gefällt, versuchte ich mich noch etwas in Geduld. Denn durch den lediglich dezenten Hinweis auf die Videoplattform im Player und weil nach dem Video keine Fremdinhalte angezeigt werden, sondern wieder das Startbild, scheint mir diese Variante im Moment insbesondere für Firmenwebsites am ehesten geeignet. Leider hat sich das stundenlange Warten jedoch nicht gelohnt, da das Video nun fehlerhaft angezeigt wird. Nach kurzer Zeit erscheint es so, als würde es mit höherer Geschwindigkeit abgespielt und bricht bei 19 von 32 Sekunden ohne nachvollziehbaren Grund ab. Schade!

Alle Player bieten auch einen Vollbildmodus und lassen sich schnell und einfach in die eigene Website integrieren. Ein Video ins Internet zu stellen ist heute zwar allgemein schon sehr einfach geworden, aber manche Tücken können beim Hochladen immer noch nicht ausgeschlossen werden. Daher lohnt sich oft der direkte Vergleich.

Dieser Beitrag wurde unter Produkte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. http://www.cbschmidt.de/?p=289

2 Antworten auf Performance der Videosharing-Plattformen

  1. Matias sagt:

    Interessanter Direktvergleich!
    Ich selbst setze auf Revver. Einfach wegen des fairsten Modells für die User (sie geben was ab von den Werbeeinnahmen – auch wenn es nur Peanuts sind).
    Die Erfahrungen mit Revver, die du beschreibst, habe ich auch gemacht. Aber wenn man weiß, das man möglicherweise 24 h warten muss, bis das Video online zu sehen ist, dann kann man damit leben.
    Mein letztes Video ging aber super schnell online bei Revver. War sehr erfreulich. Und über die Qualität kann man einfach nicht meckern. Und die Werbung am Ende stört aus meiner Sicht in keinster Weise.

  2. Pingback: Literatenmelu » Sevenload: Bild- und Video-Desaster

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>