So umstritten wie Tokio Hotel in der Musikbranche, ist StudiVZ in der Gründerszene. Dennoch, der Erfolg gibt ihnen ein Stück weit Recht. Dazu hat Mundpropaganda-Experte Martin Oetting Mitgründer Ehssan Dariani in einem Videointerview befragt und mehr oder weniger passende Antworten erhalten.
Dariani musste im letzten Jahr jede Menge Kritik einstecken. Unter anderem dafür, wie er eine junge Frau auf einer Toilette filmte, hatte er sich wegen des großen Mediendrucks vielfach entschuldigt. Nun zeigte er sich im jüngsten Interview, wiederum auf einer Toilette gefilmt, weniger einsichtig. Im Gegenteil, er bedankte sich sogar noch für die “schlechte” Presse:
Noch mal vielen Dank an Spiegel Online, vielen Dank an manchen Blogger und vielen Dank an Kolja Hebenstreit für die schönen Videos, die er von mir gemacht hat, und nochmal vielen Dank an die Wirtschaftswoche und die Welt und die Süddeutsche.
Denn die laute Kritik hatte ihm und seinem Startup auch viel Aufmerksamkeit gebracht. Ob diese nun zum Erfolg beigetragen hat oder sich im Gegenteil vielleicht sogar negativ auf den letzlichen Kaufpreis auswirkte, bleibt umstritten. Viel Interessantes brachte das Interview sonst leider nicht mehr zum Vorschein. Aber auch daran scheiden sich wieder die Geister. Passend dazu fässt Martin Oetting dann noch zusammen:
Für mich sind die StudiVZler die Tokio Hotel der Web-Start-Up-Szene: sie polarisieren, sie werden von manchen “Älteren” verabscheut. Aber sie haben enorm loyale Fans. Und das muss man erstmal schaffen.
Etwas zu sagen hat Tokio Hotel auch nicht wirklich, genauso schwer nachvollziehbar scheint manchen ihr großer Erfolg. Umso passender ist wohl der Vergleich mit StudiVZ. Und wie es sich für “echte Popstars” gehört, wurde Dariani während des Interviews auch von “Groupies” belagert. Darunter Kolja, einer der glücklichen Geldgeber, und Flo, Holtzbrinck-Berater bei StudiVZ. Die Jungs hatten auf jeden Fall wie immer sichtlich Spaß…


Tja, wenn einem der Erfolg zu Kopf steigt, dann muss man sich ein Image aufbauen und jeder ist da wohl frei in der Entscheidung sich negativ oder positiv darzustellen. Naja und welcher Weg ist wohl einfacher? Um natürlich aktuell in der Presse und in aller Munde zu bleiben, ist es wohl angenehmer sich mit negativen Aktionen zu brüskieren. Jedoch am Ende zahlt es sich aus, wenn man sich für einen Vorbildcharakter entscheidet. Da hat man auf die Dauer gesehen mehr davon, als von einem kurzen Höhenflug.
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