Einmal Eis mit Caipi und Schwarzlichtfussball für Kinder

Am 1. Juli wurde in Berliner openBC-Kreisen in die Peléstation im neuen U-Bahnhof der Linie U3 am Potsdamer Platz geladen. Nach den letzten Enttäuschungen war ich lange solchen Veranstaltungen fern geblieben. Doch anlässlich der Fussball-WM im eigenen Lande erschien mir diese Ausstellung als ein mögliches kulturelles Highlight – leider geirrt.

Für zehn Euro Eintritt (inkl. einer Begleitung) gab es für die exklusiv geladenen Gäste einen verwässerten Begrüßungsdrink sowie alte Schuhe, abgewätzte Bälle und ausgeblichene T-Schirts des Fussballkönigs zu bestauenen. Auch das virtuelle Stadion im dunklen und kühlen Untergrundbahnhof hatte wenig mit feuriger Fussballleidenschaft zu tun. Der Souveniershop hinterließ ergänzend noch den Eindruck: Fanmeile statt Fankultur. Entsprechend wenig konnte dann noch die brasilianische Band begeistern. Und als die letzte Attraktion, das Schwarzlichtfussballstadion, für Erwachsende geschlossen wurde – mit Kindern war gegen 21 Uhr nicht mehr zu rechnen – entschieden wir uns das Spiel der Pelénachfolger woanders anzusehen. Fazit: Wohl selbst für Fussballbegeisterte weniger lohnenswert.

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